Donnerstag, 5. Mai 2011

und dann?

war ja noch mein Blog, mein altes Leben, sHeft.li, Rap, HipHop, Konzerte, Partys, Erfolg, Karriere, Arbeit, Stress, Lehrlinge, Rapper, DJ's, Producers, Manager, Breaker, Beef, der Grill, Verantwortung, Erwartungen, Enttäuschungen, Erfahrungen, Erfolge, Niederlagen, eine ganz grosse Niederlage, eine mega Erfahrung, Erfahrungen die ich nie machen wollte, trotzdem machen musste, viel Wut, Aggression, Schreie, Tränen, Schläge, Gewalt, Frust, Liebe, Hass, Trauer, Emotionen, Freude, Neid, Lust, der Lila Laune Bär, mein Ohr und die Zeit.

Und um genau die gehts im nächsten Heftli.

Topstory.

Schwörs!

Sonntag, 14. November 2010

in eigener Sache

Schneller Blog bevor ich für eine Zeit lang von der Bildfläche verschwinde:

Die letzten 6 Monate hat unser Team vom www.sheft.li sich die Freizeit mit der Erstellung der neuen Ausgabe versüsst, und wir haben ein neues Teammitglied das alleine für die grafische Umsetzung verantwortlich ist. Jetzt online und natürlich auch sehr lesenswert! Von mir ist der Dr. Frühling Beitrag sowie die beiden Interviews, entstanden sind beide im Sommer dieses Jahres.

Dazu noch etwas worauf ich viel länger gewartet habe. Mein Mann Rob-E Dox aus Olten präsentiert sein "Training Day's Way" Mixtape! Ich selber habe im Frühling dieses Jahres auch einen 16er darauf verewigt, Track 24 "Beziehige Zerbräche". Freue mich natürlich auch über Feedbacks! Saugt euch das Ding, es ist gratis und zeigt einen Rundumquerschnitt seines Schaffens der letzten Monate. 

Für alle die persönlichen Kontakt zu mir pflegen, ich werde die nächste Zeit nur sporadisch und per E-Mail erreichbar sein. Das Handy wird morgen von UPS abgeholt und zu Apple geschickt, wenns zurück kommt ist mir egal, ich bin sowieso nicht da :-) 

Bis dann ihr Lieben, 
ich bin jetzt auf stand-by 
um dann in voller Frische wieder zu kommen!

Andrea aka ASA aka Mono Tony







Montag, 8. November 2010

Merci Bligg

  
Eins muss man ihm lassen, dem Marco,

wie man Popmusik erster Güte produziert weis er! So seidenfein und charmant gebastelte Musik habe ich selten aus den Schweizer Landen gehört. Wir reden hier von einem Niveau, das es locker mit dem grossen Kanton im Norden aufnehmen kann. Die Verkaufszahlen der ersten Woche sprechen eine eigene Sprache und verweisen selbst Badboy Hitgaranten wie Bushido in die Schranken.
Heute führte ich eine angeregte Diskussion über das neue Album des erfolgreichsten Schweizer Musikers, und skippte durch die Snippets auf hitparade.ch
Nein es geht immer noch nicht, ich kann den Sound wirklich nicht hören, konnte ich auf 0816 schon nicht mehr und mit dieser Platte haben er und sein Team den Vogel WIRKLICH abgeschossen. 

Kalkül und Erfahrung von Roman treiben den spitzbübischen Schwiegermuttertraum Marco zu neuen Höchstleistungen an, bitte zeigt mir einen Schweizer Künstler ausser DJ Bobo, der in der ersten Woche Platin geht ? (Das waren übrigens die 90ies.. da gabs noch kein Napster, geschweige denn Youtube!!!)
Nun auch wenn mich der Würgreflex packt ob soviel tiefgreifender Themen und immer wieder gleicher hitverdächtiger und sehr hart auf Chart getrimmter Melodien, muss ich mich als grosser Schweizer Rap Fan vor dem Messias Bligg verneigen. Dies tue ich in vollem Bewusstsein, mit meinem vollem Ernst und fernab jeglicher Ironie, DENN:

Wenn ich mir vorstelle wieviele junge Teenager sich Bliggs neues Werk gekauft haben, anhand der Bliggbloggbeiträge ausrechne wieviele HARDCORE Fans der gute Herr besitzt die sich JEDES EINZELNE Bligg Release holen (und es am Autogramm Termin in der Bäckerei deiner Nähe unterschreiben lassen), landen doch sicher noch ein paar alte
Nahdisnah CD's bei einer ganz jungen Hörerschaft die sich vielleicht noch etwas vor Schwizer Rap und dessen Gestalten gruselt... 
 
ergo landet eines der immer noch besten Schweizer Rapalben in den unschuldigen und nur von Bravo Hits geschändeten Ohren der Schweizer Landjugend! Vielleicht sind diese ja eben so wiff und clever und lesen die Credits... finden dabei heraus wer Tibner97ner ist... oder dieser Cutmando.... und streifen so durch weitere (mehr oder weniger) grossartige Releases der Schweizer Raplandschaft. Einige werden sich vielleicht und sogar soweit in den Kaninchenbau vorwagen, dass sie mal eine Jam besuchen oder selber anfangen zu rappen. Und somit trägt doch der Herr Bliggensdorfer viel mehr zur Rapkultur in der Schweiz bei, als es eine Slangnacht oder ein Ultimate MC Battle je tun könnte. In diesem Sinne natürlich Gratulation an den Bligg und auch ein grosses DANKE!

Im Fussball übrigens, nennt man sowas Jugendförderung und es wird dann auch gesponsert von der Landeslotterie und vielen Gönnern oder so. Deshalb kaufe ich mir (vielleicht) doch noch das neue Bligg Album, um aktiv mitzuhelfen die die Schweizer Jung Raplandschaft zu fördern,

selbstlos hmm?

Freitag, 17. September 2010

Reality Check dreihundertundvier

Das Rad der Zeit dreht sich langsam aber sicher immer schneller. Dementsprechend wurden in der letzten Zeit meinerseits einige Massnahmen getroffen. Man ist ja nicht mehr der jüngste, Stress ist der Name meines Weckers und so habe ich mich entschlossen einige Stressfaktoren aus meinem Leben zu entfernen.

Als erstes wäre da Herr PC.

Ich habe ihn ersetzt. Ja. Nach über 15 Jahren Hassliebe mit Windows 3.x, 95, 98, 98SE, ME, 2000, XP, Vista, und zu guter letzt 7 64bit konnte ich mich von der leidigen und zeitraubenden Maschine trennen. Fairerweise steht sie immer noch im Büro, aber viel weniger auffällig als der neue 27" iMac Core i7. Das ist auch nicht wie in diesen Werbungen abgelaufen die auf Youtube tausende Klicks erhalten, nein es war eine schlichte Vernunftsentscheidung. 
Ich möchte mich in nächster Zeit in meiner Freizeit dem Videoschneiden widmen und nach gründlicher Evaluation verschiedenster Software auf diversen Plattformen fand ich das bisschen Geld eine sehr gute Investition. Vorallem mein Nervenkostüm ist soviel stabiler... aber das ist Nebensache wenn man versucht mit einer Mac Tastatur über VPN auf einen Windows Server zuzugreifen... (aarrghhh)


Viel wichtiger war mir eine Begleiterin der letzten 12 Jahre.

La Madame Cigarette.

Fuck ich hab auch sie in den Kontäner gesteckt. Schiist mi a lebe. Ich mach es auf die harte Variante. Ging schnell und schmerzvoll während einem Fotoshooting in Luzern vonstatten. Am morgen eines Samstages kaufte ich mir zusammen mit dem Fotografen nochmals eine letzte Schachtel Zigaretten. Marlboro Rot, richtige Krachmacher für die Lunge. Hin zum Shooting in einer der schönsten Gassen Luzerns, wo wir Presse und Coverfotos für Mike Soulo's Debut Album schossen. Ich ganz der französische Kameramann aus den 60er ständig mit der Kippe schräg im Mundwinkel. Wir hattens uns ganz fest vorgenommen, dass wenn wir zu Hause ankommen, Nichtraucher seien. Als die letzte Zigarette im Paket mich gnädig anlächelte und um Vergebung bat, entschied ich mich Gnade walten zu lassen. Ich würde sie verschonen, sie würde nicht durch meine Hand sterben - nicht heute! -  und schenkte die letzte Zigarette meines Lebens dem Mike. Er rauchte sie relativ gelassen.

Dadurch hoffe ich natürlich dass ich viel mehr Zeit habe um mich der Entstehung des nächsten Heftlis zu widmen...  Nur ist das so eine Sache.


Stress ist der Tod jeglicher Kreativität 
Zitat von mir selber, 
find ich imfall einsackstarkes Zitat!

Weil da laufen eine Menge Sachen im Geschäft die mich auf Trab halten. Vorgestern hab ich eine Präsentation vor etwas mehr als hundert Leuten gehalten. War eine tolle Erfahrung aber meine Nerven... Nicht dass ich sowas nicht geniessen würde (all eyes on me...) aber der Weg dahin ist lang, die Organisation eines solchen Events mühsam, holprig, anspruchsvoll und irgendwie will sich das Gefühl der Zufriedenheit partout nicht bei mir einstellen. Zu gross ist das Gefühl, dass es halt irgendwie sicher noch ein bisschen besser gegangen wäre, dass ich nicht sehr gut vorbereitet war und es war natürlich auch anstrengend - aber schön. Nächste Woche dasselbe in grün, heisst einfach auf vier Tage verteilt je zwanzig Kunden. Anderes Thema aber viel schlechtere Vorbereitung meinerseits... mal schauen was geschieht, wirklich Kraft gibt mir so etwas nicht, eigentlich zehrt es an meiner Energie aber ich hab ja jetzt so viel Energie weil ich nicht mehr rauche, dass ich gleich vier Cordon Bleus essen kann! (das ist von Allen Carr's Nichraucher Buch oder so)

Auf jeden Fall möchte man sich ja irgendwie in der Freizeit auch noch kreativ austoben. Vergiss es. Keine Zeile, kein Reim, da kommt nichts aus meinem Kopf raus. Dieser Blogeintrag eigentlich auch nur ein verzweifelter Versuch die Maschine wieder anzuwerfen. Klar, ich hab in den letzten Wochen vieles erschaffen (kreiert  -  das ist ein Wortspiel -  ja!) unter anderem auch einen Pressetext für einen Künstler der dieser Tage sein Album droppt, habe Videos geschnitten und so weiter - trotzdem erfüllt mich kein allumfassendes Glück oder so ein Scheiss, den ich eigentlich erwartet habe als ich vor vier Jahren aufgehört habe zu kiffen.

Ich glaub ich versuchs mit Sport... die reden doch immer von diesem erfüllenden Gefühl des Adrenalins, das einem Rausch der Sinne gleichkommt...
Ich glaub so langsam werde ich so richtig zum Spiesser.

Wenn am Donnerstag Abend der Kurtis Blow erst um 23.00 Uhr auf die Bühne tritt, sage ich besorgt zu meiner Freundin:

"Du de isch aber au zimmlich spot dra... mer müend jo morn au no go schaffe!!! aso würklech...."

Oh gott... Ich rauche nicht mehr, bin Lehrmeister, halte Vorträge, habe 426 Facebook Freunde, führe ein Online Magazin, treibe regelmässig Mord. Gehts eigentlich noch?

Freundliche Grüsse

Ihr Spiesser

Montag, 14. Juni 2010

My Hood is looking Good

und wie...!

Ist ja nicht so, dass ich mich Partytiger nennen würde. Eher Sofasurfer oder Couchpotato. Aus meiner Abneigung gegen Menschen und was sie im Ausgang so tun (menscheln) kann ich auch schon lange keinen Hehl mehr machen. Es hat mich einfach nicht mehr da in die grosse Wildnis gezogen. Zu all den Singles die umsverrecken einen Geschlechtspartner suchen und verheirateten Jungvätern die einfach nur mal abschalten (zudröhnen) wollen. Deshalb sind Abende in meinem Leben, die ich unter Menschen verbringe selten geworden. So selten, dass ich (siehe Posts Dezember) im kompletten Jahr 2009 mehr beim Zahnarzt, als im Ausgang war. 

Wenns mich dann aber mal nach draussen zieht, dann muss das schon verdammt gute Gründe haben. Ich kann mich gar nicht mehr errinnern, wann ich das letzte Mal im Vorverkauf Tickets geholt habe um umbedingt an einer Sause dabei zu sein - dieses Mal habe ich es aus reinem Lokalpatriotismus getan. Ich meine - was denken denn all die auswärtigen Besucher über Aarau, wenns da keine Aarauer gibt, die auch Lärm machen bis sie heiser sind? Ausserdem habe ich eine ausgesprochene Liebe zu Schweizer Rap, welcher ich an diesem Abend natürlich zu Genüge nachkommen konnte. 

Demenstprechend war ich gut gelaunt und etwas hibbelig, ich wollte ja genug früh da sein um die Schweizer Acts nicht zu verpassen. Um 17.00 Uhr begann DJ Vertigo mit der musikalischen Untermalung des Abends, leichtfüssig dribbelte ich mich um die wenigen Verteider der soeben eröffneten Bar und schmiss mich an einen Barkeeper erster Güte. Nach kurzen Vehandlungen waren der zu investierende Betrag und der daraus resultierende Preis für einen Rum on the Rocks ausgehandelt und wurde fortan schon von weitem erkannt, wenn ich mich der Theke nähern wollte. Ganz nach meinem Geschmack. Ich begab mich vor die Tribüne wo Benji Bonus und Chilli Mari den Abend eröffneten. Zwei gut ausgewählte Host's die das Quartier zum Strahlen brachten. Verschiedene Schweizer Rapcrews, wie HTC & Süde, der Tiggr, die Meauns Klikke, Rappas, sowie das Rappack wärmten die Meute auf und liessen auf mehr hoffen. Nach Ankündigung von Mano Dio und Chilli Mari füllte sich der Platz vor der Tribüne, technische Schwierigkeiten mit dem Tod des Vinyls (Serato) verzögerten den Auftritt der Beiden Local Heroes. Souverän konnten sie mit Accapellas von Tracks des bald erscheinenden Albums "Alpha & Omega" die Leute bei Laune halten und mit auch ein guter Moment um sich mal ganz auf die Texte konzentrieren zu können. Nachdem der Sound lief, konnten die beiden ihr 15 minütiges Showcase nachliefern und die Menge wurde nicht enttäuscht - einzig die Anlage war ein Wermutstropfen, irgendwie fehlte es während ihres Auftrittes ein bisschen an Bass... Ruckzuck gings dann aber weiter, der Aarauer Produzent Septass feierte seine Plattentaufe mit vielen coolen Acts und liess von seinen Jungs, die auf 300 Stück limitierte Auflage des Minitapes, verschenken! Die Hände voll mit Werbegeschenken mussten wir uns hinsetzen. Das Rolling Rock Team hatte eine witzige Variante eines Ping Pong Turniers aufgebaut. Der Tisch war übersät mit Löchern, Hindernissen, Pokalen und Lampen. Gespielt wurde mit Küchenschneidebrettern. Gewinnen war grösstenteils Glückssache, was die ganze Angelegenheit extrem entspannte und auch die hartesten Homeboys zum Schmunzeln brachte. 

Gutes Stichwort - Gute Stimmung. Selten durfte ich an einem HipHop Festival dieser Grösse eine so gute Stimmung geniessen. Vielleicht lag dies auch am sorgfältig ausgewählten Line Up, welches sich fern von Mainstream Gangster Rappern hielt. An jeder Ecke sah man lachende Gesichter, zufriedene Menschen, gut gelaunte Helfer bei der Arbeit und auch die Acts liessen es sich nicht nehmen sich unter das Volk zu mischeln. Nehmts mir nicht übel, ich weiss bei Gott nicht mehr wer alles noch aufgetreten ist, ausser den Dilated Peoples, weil mich Ami Rap nicht grausam interessiert und ich einfach einen verdammt guten Barkeeper hatte. 

Die Pferderennbahn in Aarau konnte sich auch beim zweiten Teil des Festivals als perfekte Location für einen Anlass dieser Grösse beweisen. Gedeckte Bühne und Zuschauerplätze, gute Akkustik, genug Platz um sich frei zu bewegen. Sehr gut gemacht liebes Veranstalter Team, liebe Helfer, Acts und auch Zuschauer. Ich für meinen Teil hatte dieses Jahr genug von Festivals, trauere keinem Frauenfeld nach, und weine nicht um irgendwelche Stars die ich nur aus 435 Meter Distanz auf der Grossleinwand betrachten kann. (Youtube ist günstiger) freue mich umso mehr, wenn das Festival nächstes Jahr in eine weitere Runde geht und ich mich freuen darf, dass meine Hood fucking good aussieht...!

Mittwoch, 28. April 2010

Reality Check 102

Hui
Irgendwie schein ich mich gerade zu verlieren. Irgendwie geht da grausam viel im Moment, ich meine soviel, dass ich bevor ich einen Termin abmache, zuerst in den Kalender schauen muss. Geht gar nicht. Ging gar nicht. Lange Zeit hatte ich nicht mal einen Kalender und jetzt muss ich plötzlich anfangen Tage frei zu halten, Termine zu schieben, meine Eltern fragen wann sie Zeit haben um mich mit Ihnen zu treffen und solche Sachen. Ich les nicht mal mehr News! Dafür ordnen sich andere Dinge in meinem Leben, ist auch schön, fühlt sich aber komisch an. Ich hatte bis jetzt keine Ordnung in meinem Leben, ich weiss auch nicht wieso. Ich glaube es war mir zu wenig wichtig. Auf jeden Fall hab ich jetzt meinen ersten eigenen Grill und den sogar schon dreimal gebraucht! Super Sache. Irgendwie verlier ich aber spontan das Interesse an jeder Menge Menschen um mich herum. Keine Ahnung wieso, sie erscheinen mir zu abstrakt, egoistisch, kleinlich, arrogant, vorwitzig, was auch immer. Ich reflektiere kurz, frage mich in meinem Innern, ob nicht ich abgehoben bin. Ob nicht ich mich falsch verhalte und arrogant und kleinlich werde. Wie merkt man das? Wer sagt einem sowas? Von allen Seiten kommt momentan viel Lob für Arbeit die wir leisten, nicht nur mit dem Heftli, ich mein man gibt sich Mühe bei allem was man macht, hab ja jetzt auch einen Kalender und vergiss nicht mehr alles was ich noch tun wollte. Da kommt vielerorts auch ein Dankeschön, manchmal auch nicht. Aber irgendwie distanziere ich mich plötzlich bewusst von jener Sorte Menschen die mich nicht weiter tragen können. Ich möchte gerne die Flügel für Menschen sein, die ihre ersten Schritte zu gehen versuchen, hie und da gelingt mir das auch. Andere Male frage ich mich nicht ob ich der verdammte Bremsklotz bin, der klemmt anstatt im richtigen Moment einzugreifen. Ich umgebe mich plötzlich gerne mit Menschen die mich auch beflügeln können, plötzlich aber, meistens nur für kurze Momente offenbaren sie ihr wahres Gesicht. Diese Fratze die sie unter ihrem lauten Lachen verbergen, unter dem netten Hallo am Morgen, steckt vielleicht auch ein bisschen Kalkül. Wer ist mir wichtig? Was ist mir wichtig? Bin ich wichtig? Ist das ganze hier überhaupt wichtig?

F.R. hat da einen wunderbaren Titel für sein kommendes Album gewählt. Wer bist du?





Find ich schön, und auch ich frag mich gerade, wer bin ich?
Bin ich nicht mehr der kiffende Junge aus einem Block in Aarau der immer eine Mütze trägt und nicht weiss ob er eine Ausbildungsstelle findet? Bin ich nicht mehr der junge Erwachsene der seine Ausbildung gerade abgeschlossen hat, von Verschwörungstheorien einen ganz wirren Kopf hat und versucht mit Gott seinen Frieden zu finden? Bin ich nicht mehr der junge Soldat der hundertzwanzig Mann auf Befehl den Macarena tanzen lässt? Scheisse nein, ich bin jetzt der verantwortungsvolle Lehrlingsausbildner der gerade versucht sich einen Plan auf s Leben zu schustern. Der versucht gutes Vorbild und trotzdem netter Kumpel zu sein. Blöde Sprüche klopft und dann trotzdem ernst zuhört wenn's mal eng wird. Wo steh ich wohl in 5 Jahren wieder? Bin ich dann der selfmade Man mit einer zwanzigköpfigen FreeLancer Agentur? Hab ich alles auf die Reihe gekriegt dass ich jetzt gerade minutiös in meine Agenda eintrage? Samstag 1. Mai, "erfolgreich und fame werden" Sonntag 2. Mai "im Ruhm sonnen" Vielleicht geht's ja noch etwas länger, wer weiss, aber ich hätte ja auch nie als 15jähriger Hippie gedacht, dass ich mal Lehrmeister sein werde...

Ich glaube ich habe aber sowas wie meinen Traumjob gefunden....



Problemlöser. Das wärs. Einfach so. Auf Anruf. Geld spielt da keine Rolle. Ich bin nicht hier um zu diskutieren, ich bin hier um Probleme zu lösen. Tönt schampar gut, ist aber glaub ich noch etwas früh für mich. Ich warte mal ab bis ich meine grau melierten Haare nach hinten kämmen kann, und lass mir meinen toten Schneidezahn vergolden. Nur wie finanzier ich das?

Ich ruf jetzt mal Mister Wolf an.

Samstag, 13. März 2010

Reality Check 101

Währenddem sich auf Emm's Blog namhafte Vertreter aus der Schweizer Musikszene darüber mockieren, dass die Schweiz keine einheitliche Szene hat, keinen Zusammenhalt zelebriert und sowieso Plattenverkäufe gar nicht relevant sind für einen Künstler (Bligg lacht mit) schreibt Dabu wichtige Thesen und Anekdoten dazu. Finde ich toll, würde sogar fast auch was drüber schreiben, aber ich war ferienhalber nicht an der Aightgenossen Jubliäumsparty und kann sowieso nicht mitreden. Fand ich irgendwie auch besser, so Ferien und so. 
Deshalb habe ich in der selben Zeit in der ich eine tolle literarische Abhandlung über die schweizerische Musiklandschaft geschrieben hätte ein urchiges Cordon Bleu gegessen:


1 Kilo. Richtig Männlich. Mit echtem Geschmack. Gefüllt mit Schinken, Zwiebeln und Speck. Voll Real!

Und jetzt gehe ich ins Studio, Musik machen.
Und zwar mit einem extrem talentierten Beatbastler den ich über Aight kennengelernt habe. 
Krass!